…sehr selten habe ich diesen Aussprch mit einer derartigen Auswirkung erlebt wie heute.

Häufig wird dieser Satz benutzt wenn ein Treffer zur Führung oder Ausgleich kurz vor der Halbzeit fällt. Haben wir alle schon gehört. Doch heute war es nicht nur ein Spruch, sondern hatte tatsächlich Spuren im Spiel der Oberbilker hinterlassen – was war passiert? Nach einem Unentschieden und zwei Niederlagen musste heute ein Sieg gegen den Wuppertaler Club aus Cronenberg her (3 Niederlagen) um nicht komplett im Tabellenkeller zu versinken. TuRU legte mit hohem Tempo und Angriffsfussball einen Blitzstart hin und führte bereits nach 6 Minuten 1:0. Leider blieben immer wieder gute Möglichkeiten ungenutzt wie z.B. 2 große Chancen durch Ucar/Ozan (39.) oder in der 45.(+) ein Kopfball von Ayas um mit einem sichern Polster in die Pause zu gehen.

Saban Ferati nimmt es mit 2 CSC Spielern auf
Vedran Beric gab keinen Ball verloren
Vedran Beric gab keinen Ball verloren
Sahin Ayas (Turu Düsseldorf,#11) köpft das 1-0
Hier geht der Ball über die Linie (1:0, Ayas)

Trotz des 1:0 Rückstands herrschte bei den mitgereisten Gästefans fröhliche Sommerstimmung. Diese sollte sich noch steigern. Eine strittige Situation im Cronenberger Angriffsspiel wurde von Schiedsrichterin Groß Weege nicht abgepfiffen und während sich die TuRU gedanklich mit dieser Reaktion beschäftigte, netzte CSC-Spieler Timo Leber das Leder eiskalt ein. Halbzeitpfiff.

Akrobatischer Saban Ferati
Vedran Beric (Turu Düsseldorf,#30) am Ball

Mit Wiederanpfiff trat die psychologische Wirkung dieses Treffers ein. TuRu war nicht wiederzuerkennen. TuRu wirkte nicht mehr so locker und frei wie vorher. Sie war nicht mehr Herr auf dem Platz. Cronenberg nun spielbestimmend. TuRu kämpft schien oft glücklos.

Leichte Ballverluste, bangen – hin und her auf beiden Seiten – In der Schlußphase war man geneigt zu glauben das es hier evtl. 1:2 ausgehen könnte. Cronenberg für mich mit leichten Vorteilen.

Anil Ozan mit Köpfchen
Beide Kapitäne waren auch kämpferisch ein Vorbild
Kopfballduell zwischen Phil Knop (Cronenberger SC,#12) und Noel Salau (Turu Düsseldorf,#17)
Elegante Ballannahme bei Lutz Radojewski (Cronenberger SC,#7).

Aber die Oberbilker gaben nie auf! Und dann, als du dich schon in der Nachspielzeit über ein 1:1 ärgerst, fliegt der Ball in der 93. Spielminute in den Strafraum. CSC bekommt den Ball nicht kontrolliert und Daniel Rey Alonso nutzt den auf ihn zurollenden Ball konsequent und knallt das Ding aus 7 Metern in die Maschen – Feierabend. So kann Fußball sein.

Kein Halten mehr bei Daniel Rey Alonso nach seinem Siegtreffer

Riesiger Jubel an der Feuerbachstrasse über 3 Punkte zu einem psychologisch wichtigen Zeitpunkt, bevor alle Seiten von einem völligen Fehlstart in Oberbilk sprechen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.